Photocase – die etwas andere Bildagentur

Kennt ihr Photocase? Solltet ihr. Ehrlich. Es handelt sich um eine wunderbare, süchtig-machende Mischung aus Fotocommunity und -agentur. Seit 2007 bin ich dort nun aktiv und surfe jeden Tag vorbei, um mir aussergewöhnliche Fotos anzuschauen und mich inspirieren zu lassen. Und ich werde nie enttäuscht.

Eins solltet ihr jedoch wissen. Man kann nicht jedes Foto einfach so dort einstellen. Man kann es zwar hochladen, doch letztendlich entscheiden die Jungs was durchkommt und was nicht. Rein subjektiv. Ganz anders, als bei herkömmlichen Bildagenturen. Das war bei mir am Anfang sehr frustrierend, war ich doch so von der Einzigartigkeit meiner Werke überzeugt. Doch jedes Mal ist es ein Glücksgefühl, wenn eine Mail in meinem Postfach landet mit dem Betreff „Dein Foto wurde bestätigt“. Auch, wenn meine Bestätigungen mit der Zeit zugenommen haben, freue ich mich jedes Mal, wie ein kleines Kind.

Also: Zögert nicht und probiert es aus. Es kann sich lohnen. In mehrfacher Hinsicht. Denn schließlich kannst du hier nicht nur eine Menge Spaß haben und tolle Leute kennen lernen, du kannst sogar ein klein wenig Geld verdienen. Ein Download deines Fotos ist für andere Fotografen zwar (meist) kostenlos, für Nicht-Fotografen kostet das jedoch ein paar Euro, von denen dann zwischen 40% und 60% auf deinem Konto landen.

Und, wenn du es probieren möchtest, schau doch kurz hier vorbei – wir könnten Freunde werden.

Und so beschreibt sich Photocase selbst:

2001 saßen 4 Grafiker in einem Büro, brüteten über ihren täglichen Kreationen, kauten an Bleistiften und warfen mit Pixeln nur so um sich. Nur eines fehlte: Gute Fotos. Alle waren des Fotografierens mächtig, hatten sehenswerte Ablichtungen im Überfluss. Da war die Idee einer Tauschplattform für Fotos nicht allzu weit hergeholt. Einer der Grafiker war dem ASP gesonnen und machte sich daran, ein System zu kreieren, das es möglich machte, Fotos hochzuladen, zu tauschen, zu bewerten, zu diskutieren und herunterzuladen, um sie letztendlich in der täglichen Arbeit zu verwenden. Ein Layout sprang aus der Maus, ein Server war gefunden, prompt waren die ersten 100 User angemeldet. Freunde erzählten Freunden, Kollegen erzählten Kollegen und ehe wir uns umschauten, war Photocase ein ausgewachsenes Fulltime-Projekt. Stell‘ Dir vor, Du machst eine Feier, lädst 5 Leute ein und auf einmal stehen 5000 vor der Tür. Davon 4000 Models. Scheiben brechen, die Musik ist zu laut und im Bad versuchen ein paar Leute, eine Poolparty zu organisieren. So stehen wir dann hier rum, zucken mit den Schultern und sagen „Wir haben nur 5 Leute eingeladen.“
Seitdem ist Photocase zu einer der am häufigsten besuchten deutschen Foto-Internetseiten gewachsen. Photocase steht für neue, einzigartige, hochwertige Fotografie. Täglich. Hinzu kommen eine Hülle an Funktionen, die das tägliche Foto hochladen, stöbern, suchen und finden mit einer Prise Suchtgefahr vermischt. Dabei versucht Photocase, für Fotografen wie für Fotosuchende die ideale Anlaufstelle zu sein. Fotografen können ihre Fotos präsentieren und mit ihnen Geld verdienen und Fotosuchende sind in der Lage, inspirierende, ästhetische Fotos für ihren täglichen Fotokonsum zu finden. Bist Du das erste Mal auf Photocase, schau Dich einfach um, Du wirst eine Kollektion an Fotos finden, die es in dieser Form kein zweites Mal gibt. Und wenn Du jeden Tag das Kribbeln spürst, es ist nicht unsere Schuld, wir hatten nur 5 Leute eingeladen. ;)

Die Fotos oben sind von Violess, kallejipp, rockabella, particula, Helgi, biloba, und phoenixie. Danke euch.

Unterwegs mit der Fuji x100

Letzte Woche war ich wieder viel mit der Fuji x100 in Köln unterwegs. Langsam merke ich, dass es mir immer leichter fällt andere Menschen so zu fotografieren, dass sie es (vorher) nicht merken. Mit ein paar kleinen Tricks gelingt das wirklich gut. Aber dazu schreibe ich vielleicht ein anderes mal mehr.
Anders als letzte Woche habe ich die Fotos dieses Mal allerdings farbig entwickelt. Es muss ja nicht immer schwarz/weiß sein. Ich bin sehr zufrieden damit und werde diese Art Fotos in Zukunft nicht immer automatisch entsättigen. Jetzt aber genug geredet, hier ein paar Fotos:

PS.: Auf einem der Fotos bin ich auch zu sehen, wer findet mich? ;-)

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Über Kommentare würde ich mich freuen.

Bretagne: Von einer Fototour mit Verletzten

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Einige von euch werden es sicher über Twitter mitbekommen haben: Im Mai war ich mit einer Gruppe von Kommilitonen 14 Tage in der Bretagne. Fototour. Der Plan war die interessantesten Flecken und Landschaften der Bretagne zu besuchen und sie auf Film oder digital festzuhalten. Jeder hatte seine persönliche Fotoausrüstung eingepackt, die FH stellte Hasselblads und Unmengen Filme. Zwei Räume unserer Herberge wurden zur Dunkelkammer umfunktioniert.

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Doch schon am Abend des zweiten Tages passiert leider etwas Unvorhergesehenes. Am Pointe de la Torche wurden 4 meiner Kommilitonen und ich von einer überraschend hohen Welle „überrollt“. Ergebnis: 5 Verletzte, 2 flogen wenige Tage später nach Deutschland zurück. Unzählige Kameras und Objektive waren Schrott. Die Stimmung geknickt. Ich hatte Glück im Unglück und kam mit Prellungen im Gesicht, am Arm und an den Knien davon. Meine Canon 7D samt 17-55mm Objektiv haben die Welle nicht überlebt, auch das iPhone hatte einen Totalschaden.

Nun möchte ich euch aber doch noch ein paar Fotos zeigen. Teilsweise entstanden sie mit meiner Canon 7D, viele aber mit einer später ausgeliehenen 400D (Danke Max). Rückblickend hatten wir wohl verdammt viel Glück, dass nicht mehr passiert ist. Wahrscheinlich ist dies der Grund, warum mir etwas mulmig ist, während ich diesen Blogpost schreibe.

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